Morgenschtean U88–89 / Mai 2026

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Dialektliteratur aus allen Bundesländern zum Thema: “Neiche Fetzn, oide Hådern“ + Sonderseiten mit Dialektliteratur aus Vorarlberg  

Artikelnummer: U84–85/2025-85 Kategorie:

Beschreibung

Ausgabe U88–89 / Mai 2026

Interview: Stefan Slupetzky (Trio Lepschi)
Dialektliteratur zum Thema “Neiche Fetzn, oide Hådern“ von: Cornelia Allmayer-Krieg, Gerlinde Allmayer, Sylvia Bacher, Herbert Eliasch, Silke Gruber, Elisabeth Hafner, Lea Jehle, Gertraud Kammerer, Bianca M. Klein, Carla-Rosa Krieg, Dominik Kurcics, Michaela Kurcsics, Katrina Mogler, Erich Schirhuber, Harald Wieland, Stefan Winterstein, Robert Wohlmut, Katharina Zanon
Dialektliteratur aus Vorarlberg von:
Jytte Dünser, Wllibald Feinig & Maria Wäger (Übers. Tomas Tranströmer), Elmar Gehrer, Sabine Grohs, Sarah Hilbrand, Margit Heumann, Ingrid Hofer, Erika Kronabitter (Übers. Bernhard Bünker), Peter Langebner, Lüüs, Astrid Marte, Norbert Mayer, Maria Natter, Laura Nußbaumer, Birgit Rietzler, Lisa Schmidinger, Astrid Spiegel-Vetter, Maria Stahl
mit QR-Codes zu Hörtexten
sowie Rezensionen zu Neuerscheinungen

EDITORIAL LESEN
Liebe Leserinnen und Leser, die vorliegende Ausgabe des Morgenschtean steht unter dem Motto »Neiche Fetzn – Oide Hådern« – und erinnert zur Jahreszeit passend an den im Frühling anstehenden Garderobenwechsel.
Kurz vor Ostern oder, je nach herrschender Wetterlage, erst knapp vor Pfingsten werden die Wintersachen eingemottet und die, vielleicht sogar frisch erworbene, Frühjahrsmode landet ganz vorn im Kleiderkasten. Bis wir dann rund um Allerheiligen Hemden und Hosen, Blusen und Röcke und Jacken einmal mehr ihre Plätze tauschen lassen. Denn so sehr kann sich das Klima gar nicht wandeln – selbst auf den heißesten Sommer folgt immer noch ein Winter.
Im Übrigen braucht sich die Menschheit auf die Errungenschaft einer jahreszeitlich angemessenen Bekleidung gar nicht so viel einzubilden. Im Tierreich stehen unter dem Titel Fellwechsel dergleichen Prozeduren schon seit jeher an. Meist fallen uns diese aber gar nicht auf – höchstens, wenn das kuschelige Fell knäuel auf unserer Couch fröhlich vor sich hin zu haaren beginnt.
Schließlich möchte ich mich noch dafür entschuldigen, dass ich Ihre Wintergarderobe mit dem schon ein bisserl despektierlichen Begriff »oide Hådern« versehen habe. Im ursprünglichen Sinn des Wortes sind darunter eigentlich Lumpen oder verschlissene Kleidung, eben Fetzen, zu verstehen. Es hat als Gegensatz aber eben gar so gut zu den »neichn Fetzn« gepasst.
Außerdem ist natürlich noch anzumerken, dass unter oiden Hådern nicht nur Lumpen verstanden werden, die man wohl eher nicht mehr in den Humana-Container stopfen sollte. Sondern auch alte Schlager, die immer noch gern gehört werden, auch wenn ihnen zu echten Evergreens das Grün und zu wahren Oldies der Glanz fehlen. Ob man unter dem Begriff »neiche Fetzn« umgekehrt jene Hits verstehen kann, die die Charts gerade hinauf- und heruntergespielt werden, möchte ich hingegen bezweifeln.
Unsere treuen Einsender:innen haben die Begriffe »neiche Fetzn« und »oide Hådern« aber natürlich in allen ihren Bedeutungen behandelt und da und dort durchaus auch im übertragenen Sinn verwendet. Dafür sei ihnen herzlich gedankt, denn ihr Fleiß und ihre Fantasie verschaffen uns – und hoffentlich auch Ihnen – ein jahreszeitloses Lesevergnügen.
Andreas Plammer

 

Zusätzliche Informationen

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